Nahrungsmittelindustrie und Zucker

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Nahrungsmittelindustrie und Zucker

Nahrungsmittelindustrie und Zucker

Unsere Blogs im Februar widmen wir dem Thema Zucker. Wir beleuchten es aus verschiedenen Blickwinkeln. Welche Rolle spielt Zucker in der Nahrungsmittelindustrie? Welche Auswirkungen hat Zucker auf unseren Körper und was können wir im Alltag tun?
Ein interessantes und wichtiges Thema, da uns dieser Inhaltsstoff häufiger begegnet als uns lieb ist.
Die Auswirkungen auf unseren Körper sind deutlich größer als “nur” Übergewicht. Seien Sie gespannt auf unsere informative Serie, die zum Nach- und Umdenken anregt.
Wir starten mit der Nahrungsmittelindustrie und erläutern, warum Zucker eine so wertvolle Zutat ist und warum er so eine wichtige Rolle spielt.

Nahrungsmittelindustrie

Die Nahrungsmittelindustrie kommt ohne Zucker gar nicht aus. Er ist ein Geschmacksträger und zugleich Konservierungsmittel. Zucker ist ein billiger Füllstoff, der Wasser bindet. Das führt zu mehr Gewicht. Teurere Zutaten, wie z. B. Früchte, können so reduziert werden.

Lebensmittelhersteller nutzen außerdem gerne die unterschiedlichen Eigenschaften der Zuckerarten. Laktose führt zu einer cremigen Konsistenz, so dass diese Zuckerart besonders für Schokoladen oder Cremes bzw. Puddings verwendet wird.

Undurchschaubare Zutatenliste

Für den Verbraucher verwirrend: es steht nicht immer Zucker auf der Zutatenliste, sondern er hat viele Namen. Leider verstecken die Lebensmittelhersteller oft den Gesamtgehalt an Zucker, indem sie ihn unter verschiedenen Bezeichnungen auf der Inhaltsliste angeben.

Prüfen Sie daher die Zutatenliste. Es gilt die Faustregel: das, was als erstes aufgeführt wird, ist auch am meisten drin. Je höher ein Inhaltsstoff steht, desto mehr enthält dieses Produkt davon.

Hinweis: Es lohnt sich, die Zutatenliste bis zum Ende zu lesen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch weitere Zuckerarten verwendet werden. Damit können Lebensmittelhersteller die genaue Menge an Zucker verbergen.

Zucker-Bezeichnungen

Zucker hat viele Namen und Bezeichnungen. Einige davon sind nachfolgend aufgeführt:

  • Saccharose: der normale Haushaltszucker (Hinweis: brauner Zucker ist nicht gesünder als weißer Zucker. Weißer Zucker wird nur häufiger gereinigt.)
  • Generell lässt sich bei der Endung –osen auf Zucker schließen, wie z. B. Dextrose, Raffinose, Glukose, Fruktose, Laktose
  • Fruktosesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukosesirup, Glukose-Fructose-Sirup, Mais- oder Stärkesirup: Es handelt sich um einen Zuckersirup, der durch enzymatische Aufspaltung einer stärkehaltigen Lösung entsteht und aus Glukose und Fruktose (in veränderlichen Anteilen) besteht.
  • Karamellsirup
  • Maltose oder Malzextrakt
  • Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin
  • Süßmolkenpulver: hierbei handelt es sich um ein Nebenprodukt der Käseverarbeitung und besteht zu etwa 72 Prozent aus Milchzucker.
  • Gerstenmalz oder Gerstenmalzextrakt
  • Agavendicksaft
  • Ahornsirup
  • Johannisbrot
  • Etyhlmaltol

Zuckerfallen

In bestimmten Lebensmitteln, z. B. Schokolade, Kuchen oder Frühstücks-Cerealien, rechnet man mit dem Inhaltsstoff Zucker. Doch in vielen Produkten ist der hohe Zuckergehalt eher überraschend.

Auch die Werbung führt viele Verbraucher mit Aussagen wie “ohne Zuckerzusatz”, “ohne Zusatz von Kristallzucker” oder “ungesüßt” in die Irre. Diese Aussagen lassen vermuten, dass die Produkte kaum oder sogar gar keinen Zucker enthalten. Diese Aussagen beziehen sich jedoch oft nur auf den Haushaltszucker oder Zuckersirup. Oft werden andere Zuckerzusätze verwendet, die das Produkt nicht gesünder machen.

Betrachten wir folgende Produkte: Fruchtjoghurt, fertiger Rotkohl, Ketchup, Gewürzgurken, Salatdressing, Tomaten-Basilikum-Nudelsoße, Gemüse-Brotaufstrich. Was meinen Sie? Enthalten diese Produkte Zucker? Wenn ja, wie viel?

Hier ist die Auflösung (alle Angaben beziehen sich auf 100 g des jeweiligen Produkts):

  • Ketchup: 23 g Zucker
  • Fruchtjoghurt: 13 g Zucker
  • fertiger Rotkohl: 11,8 g Zucker
  • Salatdressing: 11,2 g Zucker
  • Gewürzgurken: 8,2 g Zucker
  • Gemüse-Brotaufstrich: 7,1 g Zucker
  • Tomaten-Basilikum-Nudelsoße: 6,1 g Zucker

Hätten Sie diese Werte erwartet?

Fazit

Zucker ist in der Lebensmittelindustrie ein wichtiger und günstiger Inhaltsstoff, der in vielen Produkten in Mengen verwendet wird, die wir auf dem ersten Blick nicht vermuten. Es lohnt sich, die Zutatenliste und Nährwertangaben genauer anzusehen. Eine lange Zutatenliste und ein intensiver künstlicher Geschmack erhöhen in jedem Fall die Wahrscheinlichkeit, dass Zucker als Geschmacksträger eingesetzt wird. Fettreduzierte- oder Fitness-Produkte sind ebenfalls häufig kräftig gezuckert, um den fehlenden Geschmacksträger Fett zu ersetzen.

Eine gesunde Küche kommt mit einer kurzen Zutatenliste aus. Wir zeigen Ihnen in den nächsten Wochen, wie Sie sich Schritt für Schritt umstellen können und Ihr Leben zuckerärmer gestalten können.

Möchten Sie nicht so lange warten und gleich starten, sprechen Sie uns an!

By |2019-02-04T21:51:16+02:00Februar 4th, 2019|Ernährung, Gesundheit|0 Comments

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