Vitamin D – Das Sonnenhormon

Vitamin D wird aus historischen Gründen als Vitamin bezeichnet, tatsächlich ist es eine wichtige Hormon-Vorstufe, welche den Aufbau vieler anderer Hormone steuert. Vitamin D ist als Sonnenhormon bekannt, da es von unserem Körper durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen selbst hergestellt werden kann. Dies ist auch der große Unterschied zu den übrigen Vitaminen. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Eins haben jedoch alle Vitamine gemeinsam: sie sind für unsere Gesundheit essenziell.

In unserem heutigen Blog stellen wir Ihnen das wichtige Sonnenhormon und die Auswirkungen auf unseren Körper vor.

Wichtige Fakten

Für die Vitamin D-Produktion müssen Sie Sonne tanken. Jedoch reicht die Sonneneinstrahlung vor allem in den Monaten Oktober bis März in Deutschland nicht aus, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Auch in den Sommermonaten bilden wir nur bedingt Vitamin D. Warum? Viele Menschen arbeiten in geschlossenen Räumen, benutzen Sonnencremes,  die nachweislich die Bildung bedeutend verringert. Zudem ist unsere Haut überwiegend mit Kleidung bedeckt.

Nun könnte man meinen, dass doch Nahrungsmittel auch Vitamin D beinhalten. Das ist zwar bei fetthaltigem Fisch, wie z. B. Hering, oder Lebertran der Fall, aber sind Sie bereit dies regelmäßig zu essen? Zum Glück gibt es eine weitere Möglichkeit, diesen Vitalstoff aufzunehmen: als Nahrungsergänzungsmittel.

Vorteile von Vitamin D

Vitamin D unterstützt die Knochengesundheit, die Immunfunktion und fördert die Muskelkraft. Eine Unterversorgung führt zu chronischer Müdigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, depressiver Verstimmung und sogar zu Fertilitätsstörungen. Sollten Sie also gerade versuchen Nachwuchs zu bekommen und haben keinen Erfolg, so lassen Sie als Paar doch Ihren Vitamin D-Spiegel überprüfen. Natürlich gilt das auch für die anderen Anzeichen.

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Säuglinge und (Klein-) Kinder profitieren von einer optimalen Versorgung, denn bei Kindern kann ein Mangel Rachitis verursachen.

Aufnahme und Produktion von Vitamin D

Wie viel Vitamin D durch Sonneneinstrahlung produziert wird, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu zählt: Jahreszeit, Tageszeit, Hautfarbe, Sonnencreme, Kleidung, Alter und das Körpergewicht.

Auch wenn die Möglichkeit besteht, sich lange Zeit am Tag in der Sonne aufzuhalten, ist abzuwägen wie sinnvoll dies ist. Denn zu viel Sonneneinstrahlung fördert unglücklicherweise das Hautkrebsrisiko. Finden Sie daher eine gesunde Balance.

Achtung bei Solarien. Ein gewisser Anteil kann dort zwar gebildet werden, allerdings ist die sogenannte krebsfördernde UVA-Strahlung bis zu 10-mal höher als die Sonneneinstrahlung. In dem Fall richtet der gutgemeinte Gang ins Solarium mehr Schaden an als das er nutzt.

Messen und Supplementierung

Jetzt sind Sie hoffentlich neugierig und motiviert, Ihren Vitamin D-Spiegel überprüfen zu lassen. Fachlich ist es der „25- Hydroxy- Vitamin D-Spiegel“ (kurz 25- OH- D). Konsultieren Sie dazu bitte Ihren Arzt oder ein Labor.

Bei einer Unterversorgung folgt eine Therapie. Es ist hierbei nicht zu empfehlen, blind zu supplementieren, sondern dies in Absprache mit dem Arzt, einen Mikronährstoffexperten oder einem Ernährungsberater zu tun. Des Weiteren sind Nahrungsergänzungsmittel nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen, weil diese per Gesetz kaum geregelt sind. Dadurch sind auch viele minderwertige Produkte im Umlauf.

Wenn Sie durch die Therapie einen optimalen Spiegel erreicht haben, besprechen Sie die fortlaufende Einnahme von Vitamin D mit Ihrem Ansprechpartner.

Sollten Sie sich in einer der folgenden Gruppen wiederfinden, so haben Sie generell einen erhöhten Bedarf. Das trifft auf Übergewichtige, Menschen mit Adipositas, Schwangere, Stillende und Menschen über 65 Jahre zu. Ebenso bezieht sich dies auch auf Menschen mit Erkrankungen, wie z. B. Diabetes 1 und 2, Morbus Crohn oder Osteoporose. Zu berücksichtigen sind  auch Medikamente, wie z. B. Blutdrucksenker oder medikamentöse Krebstherapien, die eine Aufnahme beeinflussen.

Partner von Vitamin D

Für die Aufnahme dieses Vitalstoffes muss ausreichend Magnesium im Körper vorhanden sein. Des Weiteren handelt es sich um ein fettlösliches Vitamin, sodass mit der Einnahme beispielsweise mit. Fischölkapseln oder einem kleinen Teelöffel Leinöl verzehrt werden sollte.

Auch das Vitamin K2 ist ein Partner von Vitamin D, da sie zusammen unterstützend für den Aufbau der Knochensubstanz wirken. Vitamin K2 ist in kaum in einem Lebensmittel zu finden, außer in einer japanischen Spezialität: Natto. Kennen Sie es? Empfohlen wird daher auch Vitamin D in Kombination mit Vitamin K2 zu konsumieren.

Insgesamt ist Vitamin D ist ein wichtiger Vitalstoff unabhängig von der Ernährungsweise, weil der größte Anteil über die Sonneneinstrahlung durch den Menschen produziert wird. Wie allerdings erwähnt, reicht diese oftmals nicht aus, weswegen bei einem Mangel ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll ist.

Haben Sie Fragen zu diesem Artikel, dann melden Sie sich bei uns. Wir beraten Sie gerne!