Magnesium – Das Multitalent

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Magnesium – Das Multitalent

Magnesium – Das Multitalent

Jeder weiß, dass man bei erhöhter Krampfneigung Magnesium zu sich nehmen sollte. Dieses Mineral kann jedoch viel mehr und ist für die Gesundheit extrem wichtig. Magnesium ist an über 300 biochemischen Reaktionen beteiligt und ist somit eines der wichtigsten Mineralien für unseren Organismus. Es ist daher nur logisch, dass ein Mangel erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit hat. In unserem heutigen Blog nehmen wir das Mineral Magnesium genauer unter die Lupe.

Magnesium im Überblick

Ein gesunder Erwachsener hat ca. 25 g Magnesium in seinem Körper. Es ist überwiegend in den zahllosen Zellen, in den Knochen, in den Mitochondrien sowie in den Herz- und Skelettmuskelzellen gespeichert. Lediglich ein Prozent des Gesamtmagnesiums schwimmt im Blut durch unseren Körper.

Magnesium …

  • ist an allen Stoffwechselreaktionen beteiligt.
  • hält den Herzrhythmus im gesunden Takt und verbessert die Leistung des Herzmuskels.
  • ist unerlässlich für die Bereitstellung von Energie.
  • reguliert die Muskelkontraktion und entspannt die Muskeln.
  • ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen.
  • hält die Funktionen des zentralen Nervensystems aufrecht.
  • dämpft die Nervenerregbarkeit.
  • wirkt Stressreaktionen entgegen.
  • erweitert die Blutgefäße.
  • verbessert die Stimmungslage.
  • lindert Migräne.
  • wirkt als natürliches Beruhigungsmittel.

Energielieferant

Magnesium hat bei allen Abläufen des Stoffwechsels seine Finger mit im Spiel. Ohne seine Mitwirkung könnten 300 Enzymreaktionen gar nicht ablaufen.

Magnesium sorgt dafür, dass unser Körper mit Energie versorgt wird. Unsere kleinen Energie-Akkus, die ATP-Moleküle (Adenosintriphosphat), können ohne das Mineral nicht auf- und entladen werden.

Das heißt, ohne Magnesium läuft in unserem Körper nichts, weil die Energie fehlen würde.

Herzschutz

Einer der wichtigsten Einsatzgebiete von Magnesium sind Erkrankungen des Herzens, besonders bei Störungen seines Rhythmus. Über die Regulierung des Kaliumgehaltes in den Zellen wirkt Magnesium Rhythmusstörungen entgegen.

Darüber hinaus hält Magnesium die Blutgefäße elastisch und gesund. Es optimiert die Sauerstoffversorgung der Zellen und senkt einen zu hohen Blutdruck. Das Mineral hält zudem das Blut flüssig und schützt so vor Durchblutungsstörungen.

Zwischen der Magnesiumversorgung und der Sterblichkeit an einem Herzinfarkt besteht ein enger direkter Zusammenhang. Anders ausgedrückt, je besser die Versorgung mit dem Mineralstoff ist, desto geringer ist das Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt. So erklärt sich auch der Befund, dass Herzinfarktpatienten häufig einen Magnesiummangel aufweisen.

Freie Radikale

Zu wenig Magnesium lässt die Bildung freier Radikale überhand nehmen. Dadurch wird im Körper mehr Vitamin E benötigt, eines der wichtigsten Radikalfänger im Körper. Dieser erhöhte Verbrauch führt im Zusammenhang mit einem Magnesiummangel auch zu einem Vitamin E-Mangel.

Das bedeutet, dass freie Radikale die Blutgefäße unter oxidativen Stress setzen und deren Wände angreifen. Es können sich Ablagerungen festsetzen, die für eine Verengung der Blutgefäße sorgen.

Der Entstehung von Arteriosklerose ist so der Weg geebnet. Magnesium beugt vor!

Anti-Stress-Mineral

Magnesium schützt vor den negativen Auswirkungen von Stress und Hektik. Stress ist ein Signal für den Körper, Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol auszuschütten. Viel Kortisol führt dazu, dass der Stoffwechsel mehr freie Fettsäuren bildet, als der Körper benötigt.

In der Steinzeit war dieser Mechanismus sinnvoll, da man dadurch genügend Energie bekam, vor einem gefährlichen Tier wegzulaufen. Heute ist diese Maßnahme eher selten erforderlich, so dass wir mit den erhöhten Blutfetten zu kämpfen haben.

Magnesium hemmt die Freisetzung des Stresshormons Adrenalin. Die Muskeln entspannen, sind besser durchblutet und optimal mit Sauerstoff versorgt.

In Bezug auf Stress wirkt das Mineral von zwei Seiten. Magnesium sorgt auch dafür, dass Adrenalin an den Rezeptoren nicht so leicht andocken kann. Es dämpft die Erregungsweiterleitung in den peripheren Nerven.

Magnesium kann somit effektiv das eigene Nervenkostüm stärken und die negativen Reaktionen von Stress auf den Körper reduzieren.

Stimmungsbarometer

Wo auch immer das Stimmungsbarometer gerade steht: es ist das Ergebnis dessen, was Milliarden von Hirnzellen über ein weit verzweigtes Netz an Nerven untereinander austauschen. Kommt das feine Zusammenspiel der Nervenbotenstoffe aus dem Takt, leidet die Psyche darunter.

Um seine Nervenbotenstoffe aufzubauen, braucht der Körper Mineralien und Spurenelemente. Fehlt der eine oder andere Stoff, entgleist der Stoffwechsel des Gehirns und mit ihm die Psyche. Reizbarkeit, Antriebsschwäche und Nervosität sind typische Signale dafür.

Sind die Speicher für die Mineralien und Spurenelemente leer, leiden als erstes Geist und Seele.

Vitalstoffe haben einen direkten Draht zur Psyche. Dauerhafter Stress zehrt die Vorräte an Vitalstoffen, wie z. B. Magnesium, im Körper auf. Das Baumaterial für die Nervenbotenstoffe wird knapper und knapper. Der Betroffene wird unruhiger, reizbarer und schläft schlechter.

Einfluss auf die Fitness

Mineralien und Spurenelemente entscheiden darüber, wie fit wir sind. Denn sie sind an Funktionen beteiligt, die in unmittelbarem Zusammenhang mit körperlicher Aktivität stehen, wie z. B. die Regulation des Zellstoffwechsels, Energiegewinnung, Kontraktion der Muskeln und Weiterleitung von Nervenreizen.

Der Körper nutzt sie als Baumaterial für Knochen, Zähne, Enzyme und Nervenbotenstoffe. Insofern werden Magnesium und seine Kollegen schnell verbraucht. Je aktiver der Stoffwechsel, desto höher ist der Verbrauch. Dass sportlich und körperlich aktive Menschen, einen Mehrbedarf an Vitalstoffen haben, liegt somit nahe.

Grundvoraussetzung für unsere Leistungsfähigkeit

Eine optimale Versorgung mit Magnesium ist die Grundvoraussetzung für maximale Leistungsfähigkeit. Jede einzelne Zelle des Körpers ist in ihrem Energiehaushalt auf Magnesium angewiesen. Die Produktionskraft der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) hängt direkt von der Magnesium-Menge ab.

Sind die Magnesiumtanks nur halb gefüllt, haben die Muskeln auch nur halb so viel Kraft. Sie ermüden schneller und fangen an, zu krampfen.

Magnesium hat auch bei der Regeneration eine wichtige Funktion. Das Mineral unterstützt den Körper und schützt ihn gegen Überlastung.

Die Belastungen im Sport begünstigen durch verstärkte Schweißverluste, erhöhte Ausscheidung im Urin und durch einen beschleunigten Stoffwechsel  die Entwicklung eines Magnesium-Mangels. Daher sollten Sportler und sportlich aktive Menschen sehr auf ihren erhöhten Magnesium-Bedarf achten.

Hinweis: Wenn Sie sich von einigen Pfunden trennen wollen, sollten Sie folgendes wissen: Fett wird in den Mitochondrien verbrannt. Diese Kraftwerke arbeiten jedoch nicht so gut, wenn der Magnesiumspiegel zu tief ist.

Wird der niedrige Magnesiumspiegel angehoben, erwachen die Zellkraftwerke wieder aus ihrem Schlaf. Der Energielevel steigt und mit ihm die Leistungsfähigkeit. Dieser Umstand wird Sie bei der Gewichtsreduktion unterstützen.

Ernährung

Den Magnesium-Bedarf über die Nahrung abzudecken, kann sich als schwierig erweisen.

Problematisch ist, dass Lebensmittel aufgrund des auf Masse ausgerichteten Anbaus im Vergleich zu früher nicht mehr die Vitalstoffe haben. Vor vielen Jahren gab man den Früchten und Gemüsesorten noch die Möglichkeit, an der Pflanze in einem Boden mit ausreichenden Nährstoffen zu reifen. Die Reduzierung der Vitalstoffe wirkt sich logischerweise auch auf den Magnesium-Gehalt von pflanzlichen Lebensmitteln aus.

Hinzu kommt, das in pflanzlichen Lebensmitteln häufig Phytinsäure enthalten ist, die verhindert, dass Magnesium vollständig vom Körper aufgenommen werden kann.

Letztlich entscheidet der individuelle Magnesium-Bedarf, ob eine gesunde und ausgewogene Ernährung alleine zur Deckung ausreicht.

Hier kommt eine Übersicht magnesiumreicher Lebensmittel:

  • Kakaobohnen (420 – 500 mg pro 100 g des Produkts)
  • Kürbiskerne (400 mg)
  • Sesam (350 mg)
  • Mohn (333 mg)
  • Amaranth (300 mg)
  • Quinoa (280 mg)
  • Mandeln (220 mg)
  • Hülsenfrüchte, wie z. B. Bohnen, Kichererbsen, Linsen (120 – 190 mg)
  • Bananen (110 mg)
  • Brennnesseln (80 mg)

Auswahl der richtigen Sorte

Im Grunde ist jede Form von Magnesium gut für unseren Körper, allerdings kann nicht jedes Magnesium gleich gut vom Körper aufgenommen werden.

Magnesiumcarbonat ist eines der Arten, die natürlich in unserer Umwelt vorkommen. Es ist auch oft in guten Mineralwässern enthalten. Diese Sorte gehört allerdings zu der Art, die wir nicht so gut verarbeiten können.

Organische Magnesiumsalze, wie Magnesiumcitrat, Magnesiumorotrat oder Magnesiumapartat können drei- bis viermal so gut vom Körper aufgenommen werden wie Magnesiumcarbonat.

Achten Sie daher bei der Auswahl eines Produktes unbedingt auf die enthaltenen Magnesiumsalze.

Magnesium-Dosis

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine Magnesiumzufuhr von 300 – 400 mg täglich.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Jeder Mensch benötigt unterschiedlich viel Magnesium. Es ist von vielen Faktoren abhängig: Stress, Herausforderungen, sportliche Belastung, Stoffwechsel sowie der individuellen Aufnahmemöglichkeit durch den Körper. Aus diesen Gründen ist es schwierig, allgemein gültige Aussagen über die Dosis zu treffen.

Die individuelle Dosis muss jeder für sich austesten und beobachten, wie der Körper darauf reagiert.

Obwohl Magnesium enorme Wirkungen auf den Körper hat, besitzt es kaum Nebenwirkungen. Bekannte Folgen sind Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall. Dieser verschwindet jedoch schnell wieder, wenn die Dosis etwas reduziert wird.

Tipp: Nehmen Sie Magnesium vor dem Schlafengehen. Im Liegen ist die Darmtätigkeit geringer als tagsüber.

Ein Granulat können Sie auch in Fruchtschorle oder Tee auflösen, so dass Sie die Magnesiumaufnahme über den Tag verteilen.

Menschen mit chronischen Nierenleiden sollten die Magnesium-Aufnahme unbedingt mit ihrem Arzt besprechen. Bei ihnen ist die Ausscheidung des Mineralstoffes über den Urin gestört, daher kann es bei dieser Risikogruppe zu Überdosierungen kommen.

Bei gesunden Menschen ist eine Überdosierung mit Magnesium jedoch nicht zu befürchten. Überschüssiges Magnesium wird ausgeschieden.

Magnesium ist ein wahres Multitalent und ein Mineral, ohne dass der Körper nicht auskommt. Ein Mangel hat fatale Folgen für unsere Gesundheit. Haben Sie schon einmal über Ihren Magnesium-Bedarf nachgedacht oder ihn untersuchen lassen?

Wenn Sie dazu Fragen zu diesem Thema haben oder  wir Ihnen bei der Umstellung zu einer gesünderen Lebensweise helfen können, kontaktieren Sie uns.

By |2019-05-26T21:00:31+02:00Mai 26th, 2019|Ernährung, Gesundheit|0 Comments

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